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Jahreskonzert 2013

Gipfeltreffen der Musik

Nach einem begeisternden Auftritt der Musikkapelle Breitenbrunn hat der langjährige Dirigent Armin Preschl den Taktstock niedergelegt. Einen Nachfolger gibt es noch nicht Von Sabine Adelwarth

Ein letztes Mal präsentierte sich die Musikkapelle Breitenbrunn unter der Leitung von Armin Preschl. Das Publikum belohnte die Musiker nach dem Jahreskonzert mit viel Applaus.

Foto: müsa
 

Breitenbrunn Als Armin Preschl 1997 beim Weihnachtskonzert der Musikkapelle Breitenbrunn den Taktstock vom damaligen Dirigenten Jürgen Haupeltshofer überreicht bekam, ahnte noch niemand, mit wie viel Leidenschaft und Musizierfreude er die Kapelle in den folgenden 16 Jahren führen und dirigieren würde. Nun hat Armin Preschl den Taktstock seinerseits nach dem Jahreskonzert abgelegt. Weitergeben konnte er ihn noch nicht. Ein Nachfolger ist nämlich noch nicht gefunden.

Unter Armin Preschl haben die Breitenbrunner Musiker zahlreiche Erfolge gefeiert und auch die gemeindliche Jugendkapelle wurde 1998 durch seinen Einsatz aus der Taufe gehoben. Die Gründung war schon damals sein erstes großes Ziel und eine Herzensangelegenheit. Mittlerweile sind die damaligen Jungmusiker fest in der Stammkapelle integriert und auch heute sorgt der musikalische Nachwuchs unter der Leitung von Christine Räth für Blasmusik auf hohem Niveau.

ASM-Bezirksvorsitzender Andreas Schuster betonte die außerordentliche Leidenschaft von Armin Preschl zur böhmisch-mährischen Blasmusik. „Du hast es geschafft, dass ihr euch von böhmisch-mährisch zu einem fast sinfonischen Orchester entwickelt habt und das soll wirklich was heißen“, würdigte Schuster die Leistungen. Armin Preschl sei es zu verdanken, dass es neben den konzertanten nun auch traditionelle Wertungsspiele beim ASM gibt, die seit 2011 fester Bestandteil beim Bezirksmusikfest sind. Auch erster Vorsitzender Daniel Hefele war voll des Lobes: „Gerade das Bezirksmusikfest 2011 in Breitenbrunn hast du maßgeblich geprägt“ und mit diesen Worten überreichte Hefele als Dank und Erinnerung einen kleinen Dirigenten als Holzfigur.

Der scheidende Dirigent war sichtlich bewegt und betonte, dass ihn diese Aufgabe immer begeisterte und er viel Spaß daran hatte. „Es war eine tolle, wunderbare Zeit und ich möchte sie nicht missen. Ich gebe das Orchester nicht gern aus der Hand, doch man muss wissen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist“, sagte Armin Preschl, der künftig am Tenorhorn mitspielen wird.

Ein furioser Auftakt mit dem Stück Arioso

Zu Beginn des Jahreskonzertes trumpfte das gesamte Ensemble mit einem ausgewogenen und klangreichen Repertoire auf. Michaela Weigele und Julia Salger führten im Haus der Vereine durchs Programm. Nach dem furiosen Auftakt mit „Arioso“ von Klaus-Peter Bruchmann kamen die Zuhörer in den Genuss der Ballade „Blue Ridge Saga“, die klanggewaltig endete.

Traditionell ging es mit „Musikantenkirtag“, „Königsmarsch“ sowie „P.O.S. Marsch“ weiter, die das Herz eines jeden Blasmusikfreundes höherschlagen ließen. Hervorragend präsentierten die Musikanten die Stücke „Pirates of the caribbean“ und die Komposition „Free World Fantasy“ von Jacob de Haan.

Flügelhorn-Solist Thomas Haupeltshofer und Barbara Maier am Keyboard hatten beim Titel „Once upon a time in the west“ anspruchsvolle Passagen zu meistern und sorgten so für wahres Hörvergnügen. Mal innig, mal fetzig mit vielen Trillern, intonierte Tobias Jehle die „Silberfäden“, ein Bravourstück für Solotrompete, zurückhaltend unterstützt von der Gesamtkapelle. Davon wollte das Publikum mehr hören und Tobias Jehle musste noch einmal tief Luft holen, um diesen schwierigen Part mit viel Präzision und Fingerfertigkeit zu meistern.

Gastchöre aus Breitenbrunn und Loppenhausen

Als weiteres Schmankerl kamen die beiden Chöre „Vocante“ aus Loppenhausen und der gemischte Chor aus Breitenbrunn auf die Nebenbühne. Gemeinsam mit dem Blasorchester sorgten die Sängerinnen und Sänger mit einem Musical-Medley von Andrew Lloyd Webber für einen wahren Ohrenschmaus und das begeisterte Publikum forderte die nächste Zugabe. Mit der „Steeephans Polka“ und zwei weiteren Zugaben endete ein facettenreiches Jahreskonzert, das ein Gipfeltreffen von traditioneller und moderner Blasmusik war.